Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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Augen zur Decke erhoben, betete fort, und richtete da⸗ zwiſchen die für den Geiſt ihm vorgeſchriebenen Fragen an dieſen, von deren Beantwortung ſein Lohn abhing. Doch die Redeweiſe dieſes Schattens ſchien ſelbſt ihm nicht ganz verſtändlich zu ſein, ſie ſprach mehr Unwillen als Vergnügen aus, ſich in dieſer Geſellſchaft zu befinden, und jedes Wort jagte neue Schauer durch das Gebein der Anweſenden.

Die Damen ſchluchzten laut vor nervöſer Aufre⸗ gung.„Fort mit ihm! Um Gottes willen, quäle Er den Verſtorbenen nicht länger,“ rief man Schröpfer zu.„Laß Er ihn zurückkehren in ſeine Grabesnacht.“

Aber der Geiſt, einmal berufen, wollte nicht wei⸗ chen. Drohend und bittend forderte Schröpfer ihn auf, ſich zurückzuziehen— doch vergebliches Bemühen! Er ſchien dem Gebote des Beſchwörers kein Ohr zu leihen und ſeiner Macht über ihn zu ſpotten. Eine ganze Stunde lang verweilte die graue Maſſe mit dem nebelhaften An⸗ geſichte und ſchaute mit Geiſteraugen auf dieſe furcht⸗ ſamen Menſchen; dann endlich erfolgte ein Krachen, wie wenn eine Bombe platzt oder eine Rakete ſteigt, die klei⸗ nen Flämmchen am Boden hatten ausgeſpielt, und tiefe Dunkelheit herrſchte im Gemache, aus dem der Geiſt ver⸗ ſchwunden war.— Vom Kreuzthurme ſchlug zur ſelben Minute die erſte Stunde.