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ſehen und würde, um Dich dieſe Krone tragen zu laſſen, gerne Opfer bringen; doch mit ſächſiſchem Blute will ich ſie nie erkaufen. Für jetzt iſt keine Gefahr. So lange der König lebt, wird er ſich Polen nicht entreißen laſſen, dafür ſtehe ich Dir; denn ſeine Eitelkeit ertrüge es nicht, als Churfürſt zu ſterben. Nur um kommende Zeiten handelt es ſich daher, und dieſe mögen im Rathe des Himmels noch weit hinaus geſchoben ſein. Das lächer⸗ liche Spiel mit dieſer Krone von Kurland mag Rußland gegen uns erbittern, und Zeit wäre es, der Sache ein Ende zu machen. Ich will mit Brühl darüber ſprechen. So ungerne ich mich ſonſt in ſeine Angelegenheiten miſche, ſo wird ein Wort von mir hier doch vielleicht an ſeinem Platze ſein.“
Die Prinzeſſin berichtete nun, was Brühl dieſen Abend geäußert.
„Vielleicht kommt ihm mit dem Gedanken an das endliche Scheiden der ſinkenden Sonne ſchon der Vor⸗ bedacht für den neuen Tag, und das würde unſer beſter Für⸗ ſprecher ſein. Warten wir es ab! Nur nie etwas übereilt. Das Schickſal meint es immer beſſer noch mit uns, wie wir es ſelbſt verſtehen. Nur Geduld, mein theures Weib! Sie wird der beſte Alliirte Deiner Wünſche ſein.“


