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ihn jetzt auf einige Minuten den Prinzen Taver und Carl, und trat hinter den Stuhl der Churprinzeſſin.
„Königliche Hoheit ſind heute ſehr ernſt,“ begann er.„Ich entſinne mich noch der Zeiten, wo Sie mit ganzem Herzen ſolchen Feſten beiwohnten und nur be⸗ dauert haben würden, nicht ſelbſt mittanzen zu dürfen.“
„Jedes Alter hat ſeine Freuden, Graf Brühl,“ ſagte die Prinzeſſin, ſich zu ihm wendend.„Sie können nicht erwarten und auch nicht wünſchen, daß ich noch ſo denke und empfinde, wie Sie mich vor ein Dutzend Jahren gekannt. Jedes Lebensalter macht ſeine beſondern An⸗ ſprüche. Bei mir nimmt nun die Mutter die Hauptſtelle ein, und alle meine Wünſche und Hoffnungen gelten der Zukunft meiner Söhne.“
„Die, wie mir ſcheint, in einem legitimen Fürſten⸗ hauſe ganz ungefährdet iſt,“ bemerkte der Miniſter ſcharf.
„Ungefährdet doch wohl nicht ganz,“ erwiderte Ma⸗ ria Antonia, ihn mit einem Seitenblicke meſſend.„Davon iſt uns Prinz Carl ein Beiſpiel. Und, indem wir eigen⸗ ſinnig darauf beharrten, den Herzog Biron von Kur⸗ land nicht anerkennen zu wollen, reizten wir Rußland, in Polen gegen uns aufzutreten.“
„Wie ſo? Ich verſtehe Sie nicht. Wie hätte Ruß⸗ land in Bezug auf Polen gegen uns die Initiative er⸗ griffen?“


