Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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ſie den Schmuck ſeines Hauſes, und Graf Brühl, der ihm zur Seite ſtand, ſtimmte ihm darin bei.

Königliche Hoheit ſind nur zu vielſeitig, bemerkte der ſchlaue Günſtling liſtig.Es iſt nicht diplomatiſch, alle Talente in ſich vereinigen zu wollen; das weckt den Neid. Friedrich II. hat das erfahren, und ich hoffe und wünſche nur, daß ſein Beiſpiel Sie nicht verleiten möge, in ſeine Fußſtapfen zu treten.

Ich würde es mir zur Ehre ſchätzen, wenn ich ſo hoch ſtreben dürfte, erwiderte die Churprinzeſſin mit ſtrahlender Miene.Bis jetzt aber beſchränkt ſich mein ganzer Ehrgeiz darauf, ſeinen Beifall zu gewinnen, und dieſen Abend zu krönen, hätte ich nur ihn unter der Zahl der Zuſchauer gewünſcht.

Er wird es unſichtbar geweſen ſein, erwiderte Brühl,und Königliche Hoheit werden ſicher bald erfah⸗ ren, daß er Ihrer Oper Beifall zollt.

Wiſſen Sie das ſo beſtimmt? fragte Maria An⸗ tonia und ſah ihn verwundert an.

Ich vermuthe es und täuſche mich nicht leicht, er⸗ widerte er unbefangen.

Abends fand die Churprinzeſſin die Nachricht, daß man ihre Briefe geöffnet und deren Inhalt verrathen ſei. Sie erbleichte Wurde Brühl ihr Feind, ſo ſcheute er kein Mittel ſie zu verderben.