Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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auch wiſſenſchaftliche Studien betrieben und manches Werthvolle über die Theorie des Schönen geſchrieben, das er nun mit Winkelmann durchging.

Die junge Königin von Spanien, kaum in ihrem Reiche angekommen, hegte keinen größeren Wunſch, als ihren Palaſt mit Kunſtwerken von Raphael Mengs ge⸗ ſchmückt zu ſehen, vielleicht um damit Erinnerungen an die Heimath zu verweben, vielleicht um in dem ſächſi⸗ ſchen Talente ſich ſelbſt zu ehren. Unter den gländzendſten Bedingungen wurden ihm daher dieſe Arbeiten aufge⸗ tragen.

Maria Antonia hörte davon und ſehnſüchtig richtete ſich ſchnell ihr Blick nach dem Süden. Dort herrſchte Ruhe, dort fand man Zeit ſich an dem Schönen zu freuen, während im Norden nur Waffen geſchmiedet wurden.

Der böhmiſche Adel beſtrebte ſich freilich ihr den Aufenthalt in ſeiner Hauptſtadt angenehm zu machen, man gab Feſte, ſtudirte die PaſtoraleEndimione von Metaſtaſio ein und überraſchte ſie mit der Auffüh⸗ rung nach einem glänzenden Diner bei Graf Sternberg. Sie war dankbar dafür, ſie freute ſich auch; doch immer konnte das Vergnügen nicht voll in ihrem Herzen Platz gewinnen, ſo lange ſie in ihren nächtlichen Träumen die Wälle Dresdens einſtürzen und ſeine Bewohner unter