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großen Freude, daß ſie ſich ſichtlich erholte und neuen Muth faßte, den Stürmen des Lebens zu begegnen.
So wie der Frühling vorſchritt und wärmere Lüfte wehten, ließ ſie ihre vier älteſten Söhne nach dem großen Garten bringen und dort wohnen. Das Winterleben in einer von Feinden beſetzten Feſtung hatte den Kleinen wenig Promenaden in der freien Luft gegönnt, auch ſie bedurften der Erholung. Beſonders hatte der kränkliche Karl ſehr gelitten, und die zärtliche Fürſorge der Mutter für den leidenden Liebling ließ ſie keine Mühe ſcheuen, ihm die ſo nothwendige geſunde Luft zu verſchaffen. Sie ſchrieb an Graf Wackerbart nach Warſchau:
„Gegen meine Erwartung iſt es mir gelungen, ſie bequem im großen Garten unterzubringen; ſie ſind dort unter dem Schutze Gottes und einiger Schweizer.“
Von neuem widmete ſie ſich nun den öffentlichen Angelegenheiten, und meldete Graf Brühl in Bezug dar⸗ auf Alles, was vorging. Der Churprinz unterzeichnete, ſie aber prüfte und ordnete an, ihr wurden die Berichte vorgelegt, ſie ſah die Rechnungen durch und überlegte, wie ſich mit den Einkünften des Landes die Erpreſſungen der Preußen und die Bedürfniſſe des Hofes in Warſchau beſtreiten ließen, ihrer eigenen Ausgaben nicht zu geden⸗ ken. Ihr Hoſfſtaat koſtete jetzt nicht viel. Sie ſchrieb über ihr eigenes Leben:
1860. X. Maria Antonia. II. 10


