Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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ſo unterhaltend wie ein Roman, habe ich mich überzeugt, daß auch als Unterhaltungslectüre ein wirkliches Leben den Stoff bieten kann. Um ſo freudiger habe ich nun die Studien zu einem neuen Frauenleben unternommen, mit dem ich mich diesmal auf deutſchem Boden befand, und ſo Vieles, was ihm angehörte, in nächſter Nähe beſaß. Wurde meine Arbeit damit auf der einen Seite ſchwie⸗ riger, ſo gewann ſie auf der andern an Intereſſe, das ſich nur ſteigerte, je mehr ich damit fortſchritt, und Zeuge wurde von dem erſten Erwachen unſerer Literatur, dem Cultus der ſchönen Künſte, dem mächtigen Drange nach Wiſſen.

Ob es mir gelungen, eine geiſtreiche Fürſtin auf ei⸗ nem ſolchen Hintergrunde in Farben zu ſchildern, die ihr genugſam ähnlich ſind und den Leſer für mein Bild er⸗ wärmen, das vermag ich nicht zu beſtimmen. Nur wün⸗ ſchen darf ich, daß, was mich lebhaft in Anſpruch nahm, auch den Antheil Anderer verdienen und vor Allem mir in meinen Leſern Freunde erwerben möge!

Dresden den 1. Juni 1859. Amely Pölte.