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das ſchonz denn ſie täuſchte ſich ſeit lange nicht mehr darüber, daß ihn zu lenken ihr nicht gegeben ſei.
Ludolf ſprach nun täglich von ſeiner bevorſtehenden Reiſe. Da ſein Vetter in Wien nur eine Gargon⸗Woh⸗ nung inne hatte, ſo konnte er bei dieſem nicht wohnen, und der Aufenthalt in einem Gaſthauſe war koſtbar. „Du brauchſt jetzt, in Deiner Trauer, wenig Geld für Deine Toilette,“ ſagte er eines Abends zu ſeiner jun⸗ gen Frau,„und könnteſt mir durch einen Vorſchuß aushelfen. Wie viel haſt Du vorräthig?“
„Sehr wenig,“ erwiederte Thorilde kleinlaut.„Die Weihnachtsgeſchenke Bhen darin aufgeräumt. Du weißt ja, daß ich Preiſe an die Schulkinder vertheilt und unſere Armen nuetlei et habe.“
„Das war auch eine recht unnütze Ausgabe!“ ſagte er verdrießlich.„Sie nehmen ihre Sachen nicht in Acht und gehen doch wieder in Lumpen. Die Folgen von ſol⸗ cher Verſchwendung ſind nun, daß Du mir in dieſer klei⸗ nen Verlegenheit nicht aushelfen kannſt. Ich muß immer zurückſtehen. Du nennſt mich wohl Dein liebes Männ⸗ chen; aber das ſind nur Worte. Wenn es auf Thaten ankommt, ſo läßt Du mich im Stiche.“
„Ich konnte Deine Reiſe und Deine Geldverlegenheit ja nicht vorausſehen, lieber Ludolf,“ ſagte ſie ernſt.„Um Dir aber meinen guten Willen zu beweiſen, werde ich ſo⸗


