Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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mit einer ſehr ſchönen Dame in dieſer Straße wohnen ſolle, nennen könne? Allein weder der Mann noch die Frau wußten ihm dieſe Auskunft zu ertheilen, ſelbſt als er das reiche rothblonde Haar beſchrieb, konnten ſie ſich nicht entſinnen dergleichen geſehen zu haben. Dies war ihm ein Beweis, daß ſie nie allein ausging, noch Briefe auf die Poſt beförderte, denn zu auffallend war ihre Erſcheinung, als daß ſie, wo ſie ſich zeigte, unbemerkt bleiben konnte.

Bei dem Gewürzhändler fragte er nur nach der Köchin in Nr. 14. Der Ladenjunge behauptete ſie zu kennen, wußte aber nicht, wann ſie etwas zu holen kommen würde. Er fragte nach dem Laufburſchen. Dieſer trug Packete fort; in einer Stunde würde er zurück ſein. Er kaufte Kaffee und Zucker, und beſtellte, daß es an die Köchin Nr. 14 abgeliefert werde mit einem Briefe, den er ſofort bringen würde. Er ging nun in das nächſte Kaffeehaus, ſchrieb we⸗ nige Zeilen, verſiegelte ſie; eine Adreſſe war nicht hinzuzu⸗ fügen; dies Geſchäft abgethan, ſuchte er den Polizeidiener, welcher in dieſer Straße die Aufſicht hatte, und befragte ihn nach den Bewohnern von Nr. 14. Der Mann konnte teine Auskunft geben, verſprach aber, von morgen früh an ein wachſames Auge auf das Haus zu richten, und die ihm angedeuteten Perſonen im Auge zu haben. Für jetzt war die Stunde ſeiner Ablöſung gekommen; die Nacht ge⸗ hörte einem Anderen.

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