Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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deihen gefunden haben möge. Ihr Auge hatte Anfangs auf dem Notenblatte in ihrer Hand geruht; man ſah dabei die Wimpern wie tiefe Schatten über den Wangen, unter den hochgewölbten ſchwarzen Brauen; jetzt ſchlug ſie es em⸗ por und zeigte deſſen ſammetgraue Tiefe; der Mund lächelte in die Wangen zwei leichte Grübchen, und entblößte dabei hinter den korallenrothen Lippen die ſchönſten Zähne; man hörte nicht mehr, was ſie ſang, man ſah ſie nur noch.—

Auch jener Herr, welcher bei ihrem erſten Erſcheinen eine ſo große Ueberraſchung gezeigt, bemühte ſich ihrer anſichtig zu werden; allein nur dann und wann gelang es ihm, über die Schulter eines ihm nahe Stehenden hinweg, flüchtig einen Blick auf ſie werfen zu können. Er war bei Austhei⸗ lung der Programme übergangen worden; da er fremd war und ihm nicht vorgeſtellte Perſonen anzureden ſich ſcheute— ſo mußte er abwarten, bis ein Diener in ſeine Nähe kam, und er von dieſem das Verſäumte nachholen laſſen konnte.„Signora Anella,“ murmelte er. Weiter leſend haftete ſein Auge auch auf dem Namen des berühmten Pia⸗ niſten Leopold.

Es wurden den Künſtlern Erfriſchungen gereicht und dieſe Pauſe benützte Lady Afhburton ſich ihnen zu nähern und allerlei Verbindliches zu ſagen. Vorzugsweiſe hielt ſie ſich bei jenem Mädchen mit dem rothbraunen Haaré auf und was ſie dieſer jagte, zog ſogleich die gehäſſigen Blicke der Uebrigen auf ſie. Obgleich an Applaus gewöhnt, können