Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Dieſe aus dem Herzen kommenden, mit weicher Stimme geſprochenen Worte beraubten ſie der mühſam behaupteten Faſſung. Sie ſah ihn eine Minute lang an, dann neigte ſie ihr Haupt auf ſeine Hände herab und weinte bitterlich. Er zog ſeine Rechte herwor und ſtreichelte ſanft ihr ſchwarzes Haar.„Wir können ja Alles noch rückgängig machen,“ flüſterte er in ihr Ohr.— Sie ſah ihn durch ihre Thränen lächelnd an und erwiederte mit verneinender Bewegung des ſchönen Hauptes:„Nimmermehr würde ich der, die meine Kindheit behütet, dieſen Kummer verur⸗ ſachen! Genug daß Ellena ihr Herz brechen mußte!“ Und wieder ihr Haupt ſenkend, flüſterte ſie unter neu hervor⸗ brechenden Thränen:„Ich erfülle eine Pflicht— ich zahle die Schuld der Dankbarkeit. Darin liegt auch ein Glück. Freund meines Vaters, ſegnen Sie ſein armes Kind!“

Der Staatsanwalt nahm das kleine Haupt zwiſchen beide Hände, hob es empor, und hauchte einen Kuß auf ihre Stirne:„Gott ſei mit Ihnen!“ ſagte er und ver⸗ ſchwand von Rührung überwältigt aus dem Zimmer.

Als der Baron Rheinfeld dieſen Abend etwas ver⸗ ſpätet zum Thee ſich einfand, ſagte er zu Frau von Gas⸗ mund:„Ich habe an der Spielbank einen alten Bekannten getroffen, den General von Bonin, und bin von ihm länger, als ich wollte, in Anſpruch genommen worden. Er kennt Sie, wie er ſagt. Apropos, er fragte mich, ob Fräulein Ellena von Gasmund auch mit hier ſei;— ein wunderbar ſchö⸗

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