hobener Stimme, und nun war es, als ob ein Laut ihren Ruf beantwortete. Raſch flog ſie zurück, und brachte die Lampe. Da erblickte ſie die zarte des Mädchens auf ihrem Bette hingeworfen; das lange ſchwarze Haar hing wild über das geiſterbleiche Geſicht, Blut bedeckte ihr Gewand.„Um Gottes willen, was iſt geſchehen?“ rief ſie entſetzt, ſetzte die Lampe nieder, knieete vor ihrem Kinde hin und umſchlang es mit beiden Armen.„Meine arme Thorilde! Wie iſt Dir? Was fehlt Dir?“ Das Mädchen die kalten Lippen auf die Stirne der Mutter.„ Aengſtige Dich nicht!“ ſagte ſie „Es iſt nur mein Naſenbluten. Aber ſage mir: iſt es Ellena, welche in jenem Concerte geſungen hat?“ Der Mutter Schweigen bejahte die Frage. „Wehe mir!“ ſtieß Thorilde heraus, und ein Schrei folgte, ſo gellend, ſo ſchmerzlich, daß Frau von Gas⸗ mund dieſem Tone ihr Herz brechen fühlte, und ſchluchzend ihr Angeſicht verhüllte. Die Thränen der Mutter löſ'ten auch die der Tochter, und Beide weinten nun gemeinſam ſich die Bruſt leicht.
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