Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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aus mir werden?“ fragte der junge Mann vorwurfs⸗ voll.—

„Sie kehren wahrſcheinlich zu Ihrem Regimente zurück.“

„Ich? Behüte! Ich habe andere Dinge zu thun. Ich nehme meinen Abſchied.“

„Aber warum?“

„Weil ich etwas lernen muß.“

„Können Sie das nicht überall?“

Er bewegte verneinend ſein Haupt.

„Ohne Fräulein Thorilde geht es nicht; ſie muß mir ſagen, was ich thun ſoll; ſie muß mir helfen.“

„Dann müſſen Sie freilich dahin, wohin ſich Ihr Mentor mit mir begiebt, gehen,“ verſetzte Frau v. G asmund mit zufriedenem Lächeln,„denn in Ihre Garniſon werde ich allerdings nicht ziehen.“

Sie hatte ſich lange nicht ſo wohl gefühlt, wie nach dieſer kleinen Unterredung. Kein Zweifel, daß ihr alter Freund die Partie zwiſchen ſeinem Sohne und ihrer Tochter wünſchte und wenn er jetzt von dieſem erfuhr, daß er ohne das junge Mädchen nicht zu leben vermöge; ſo konnte ſie die Sache wie abgemacht betrachten. Sie athmete erleichtert auf. „Singe uns ein heiteres Lied, Thorilde!“ ſagte ſie.„Ich bin in einer Stimmung, um Luſtiges hören zu mögen.“

„Ich fürchte, das Luſtige wird traurig klingen; denn mir iſt ſo ſchwermüthig zu Sinn, als ob eine Centner⸗