Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

den tie⸗ Ra⸗

nicht end. ihn daß mir nich ena! rum ſonſt ilte?

19

Kannſt Du den Grund ſeines veränderten Betragens an⸗ geben, Thorilde?“

„Nein,“ ſagte dieſe kurz, und ohne von dem Buche, welches Sie vor hr Geſicht hielt, aufzuſehen.

„So übler Laune?“ fuhr die Andre fort,„Mit wem ſoll ich denn reden, wenn Du mich nicht anhören villſt Wie ein gefangenes Vögelchen ſitze 3 hier, von Mama fortgeſchickt, von Dir angebtumut, und dabei lacht eaußen die Sonne ſo ſchön und lockt mich, lockt mich hin- aus! hinaus! meines Lebens froh zu werden, hinaus! Weißt Du wohl, Thorilde? daß es recht, recht traurig iſt, ein Mädchen zu ſein! Man 6 doch auch zum Glücke da, gleich allen andern Weſen in der weiten Schöp fung. Die Lerche darf ſich luſtig in die Lüfte ſchwingen, der Sperling darf ſich, wo er will, ein Neſtchen bauen; iedes Thierchen darf ſein Manierchen haben; nur wir nicht. Da wird man behütet und be ſchütz tzt, und gehegt und gepflegt, daß man vor lauter Achtſamkeit auf ſich ſelbſt kaum noch um ſich zu ſehen wagt. Que je m' 2 Mir iſt heute noch d ſo beſonders wohl zu Muthe, Daß ich es gar nicht im Zim⸗ mer aushalten kann! Wenn Du mir aber nicht bald ant⸗ worteſt, Thorilde, ſo weine ich. Ich kann es nicht länger ertragen S Sage, was ſoll ich mit mir machen? Auf die Bühne gehen?“

„Aber, Ellena!“ rief die Andere, dieſe Früge überraſcht, und ließ das Buch ſinken, um ſie karipe hin⸗ 2*