Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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erquicken, laben. Für ein Frauenherz iſt es beglückend, die lebendige Poeſie in dem Daſein eines Gatten zu ſein. Wie es alſo auch kommen möchte, ſo würde mein Kind an der Seite eines Componiſten kein Glück finden. Nun kemmt aber noch eine andere Bedenk⸗ lichkeit hinzu, welche die Möglichkeit eines Glückes in ſol⸗ cher Che noch mehr in Frage ſtellt. Dieſe ſchöpferiſch begabten Menſchen beſitzen nämlich den Verſtand nicht, um Recht von Unrecht unterſcheiden zu können, ſei es, weil ſie ſich gewöhnt haben, in Ideen zu ſpeculiren, ſei es, weil ſie ihrer Fantaſie nach allen Seiten hin den Zügel ſchießen laſſen und von eingebildetem Glücke zehren; genug, aber ſie kennen nur den einen Grundſatz: erlaubt iſt, was ge⸗ fällt. Sie laſſen ſich gehen, völlig gehen. Nicht die Re⸗ ligion, nicht das Geſetz, nicht die bürgerliche Ordnung hemmt ſie; ſie ſprechen mit Louis quatorzé: tel est mon plaisir. Nicht einmal den Schein wahren ſie; weniger aber, als Alle, thun es die Muſiker und namentlich die Jünger der neuen Richtung, die Candidaten der ſogenannten Zukunftsmuſik. Dieſen iſt der große L...das Vorbild zwie er tragen ſie ihre Haare lang bis auf die Schulter ge⸗ worfen; wie er halten ſie jede Ehe für eine Feſſel; wie er; ſehen ſie keine Schande darin, von Frauen ſich erhalten zu laſſen. Applaus wollen ſie, nichts als Applaus. Ihre Ruchloſigkeit geben ſie für Genialität aus, was Anderen

ehrwürdig erſcheint, verlachen ſie, ihr Ich und ihre Kunſt

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