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424 Anmerkungen.
Ritter bei ſeinem Handeln ſehr beobachten muß, damit er nicht auf eine gemeine Art mit ſeinem Koͤrper ſuͤnbige.
Alsbann legte er ihm einen goldenen oder vergoldeten Sporn an und ſagte zu ihm: Herr, dieſer Sporn bedeu⸗ tet fuͤr uns, daß, eben ſo gewaͤrtig, eben ſo willfährig als wir wollen, daß unſere Roſſe für das Verlangen un⸗ ſerer Sporen ſein ſollen, wir auch eben ſo gewaͤrtig, eben ſo willfaͤhrig gegen unſern Herrn, um ſeine Befehle zu er⸗ füllen, ſein muſſen.
Alsdann umguͤrtete er ihn mit einem Schwerte und ſagte hierauf zu ihm: Herr, dieſes Schwert bedeutet uns die Sicherheit gegen den Teufel und gegen jeden, der ge⸗ gen das Recht mißhandelt. Die zwei Schneiden bebeuten Treue und Rechtſchaffenheit, ſo wie auch den Armen gegen den Reichen und den Schwachen gegen den Starken, damit der Starke ihn nicht uͤberwaͤltige, zu wahren.
Dann ſetzte er ihm eine weiße Muͤtze auf ſeinen Kopf und ſagte zu ihm: Herr, dieſe Muͤtze bedeutet uns, daß, hinſichts deſſen, was unter ihr iſt, wir eben ſo ſauber und rein, als dieſe Muͤtze ſauber und rein iſt, unſerm Herrn das Herz ergeben muͤſſen
Und nun iſt noch Etwas, was ich Euch aber nimmer⸗ mehr geben werde, naͤmlich eine Maulſchelle, welche der Mann dem neuen Ritter gibt.
Warum nicht? fragte der Saladin, und was bebeutet dieſe Maulſchelle?
Herr, ſagte Meſſer Hugo, die Maulſchelle bebeutet
die Erinnerung an denjenigen, der ihn zum Ritter ge⸗ macht hat.
Und ſo ſage ich Euch noch ferner, Herr, ein Ritter darf nichts Schlechtes begehen, aus keiner Furcht, die er etwa vor dem Tode oder vor dem Gefaͤngniſſe hätte. Da⸗ gegen ſind vier Hauptſachen, die unſer Ritter haben muß. Er darf ſich an keinem Orte befinden, wo ein falſcher Ur⸗ theilsſpruch gegeben, oder wo von einer Verraͤtherei geſpro⸗ chen worden iſt, daß er ſich nicht ſogleich von da fortmache, wenn er derſelben nicht eine andere Wendung geben kann. Er darf an keinem Orte verweilen, wo eine Frau oder
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