Teil eines Werkes 
6. Bdchn. (1831)
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Fuͤnfte Novelle. 41 je hätte uͤber die Straße gehen konnen, wo nicht alle Knaben mit Fingern auf ihn gezeigt und geſagt hät⸗ ten: Siehe, der da hat bei Renzen geſchlafen. Dies kränkte ihn in einem ſo hohen Grade, daß er nahe daran war, den Verſtand zu verlieren.

Auf ſolche Art ſchaffte ſich die wackere Frau den Aerger uͤber den laͤſtigen Probſt vom Halſe, und Renza hatte ein Hemde und eine frohe Nacht ge⸗ wonnen.

Fuͤnfte Novelle.

Drei junge Maͤnner ziehen einem Marcheſaner Richter in Florenz die Beinkleider ab, waͤhrend er in der Gerichts⸗ ſtube Gericht hielt.

Emilie hatte ihrer Erzaͤhlung ein Ende gemacht, und die Wittwe war von Allen gelobt worden, als die Königinn Philoſtrato anſah, und ſagte: Jetzt kommt es an Dich, zu erzaͤhlen.

Er antwortete daher ſogleich, er waͤre bereit, und fing an:

Geliebte Damen, der junge Mann, den Eliſa kurz vorher nannte, naͤmlich Maſo del Saggio, läßt mich eine Novelle bei Seite ſetzen, die ich zu erzäh⸗ len beabſichtigte, um eine von ihm und einigen ſeiner Gefaͤhrten zu erzählen, die(wenn ſie auch gleich nicht unanſtaͤndig iſt, doch aber Worte darin gebraucht werden, die Ihr Euch allenfalls zu gebrauchen ſchaͤmt), dennoch ſo vielen Stoff zum Lachen enthaͤlt, daß ich ſie Euch immerhin erzählen will.

Wie Ihr Alle gehoͤrt haben koͤnnt, kommen nach