Teil eines Werkes 
6. Bdchn. (1831)
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Achter Tag.

An welchem unter der Regierung Lauretta's von den Poſ⸗

ſenſtreichen geſprochen wird, welche die Frau dem Manne⸗

oder der Mann der Frau, oder ein Menſch dem andern ſich den ganzen Tag hindurch einander ſpielen.

Soon erſchienen auf dem Gipfel der hoͤchſten Berge am Sonntag Morgen die Strahlen des auf⸗ gehenden Lichtes, und jeder Schatten entwich, ſo daß man deutlich alle Gegenſtände erkennen konnte, als die Koͤniginn mit ihrer Geſellſchaft ſich erhob. Vor⸗ erſt gingen ſie auf dem bethaueten Raſen umher, und dann beſuchten ſie, ſo etwa nach neun Uhr Mor⸗ gens, eine nahe gelegene kleine Kirche, woſelbſt ſie das heilige Amt mit anhoͤrten. Hierauf wieder nach Hauſe zuruͤckgekehrt, ſangen und tanzten ſie ein we⸗ nig, da ſie froͤhlich und freudig geſpeiſt hatten; her⸗ nach beurlaubte ſie die Koͤniginn, und wer zur Ruhe ſich begeben wollte, konnte es. Nachdem aber die Sonne uͤber den Mittagskreis hinuͤber war, ſetzten ſich Alle, wie es der Koͤniginn gefiel, und ſie es gewohnt waren, in der Nähe des ſchoͤnen Springbrunnens, worauf, nach Befehl der Koͤniginn, Neiphile alſo anfing: