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Zehnte Novelle.
ten Tage darauf(vielleicht hatte er eher nicht ge⸗ konnt) nach ſeinem gethanen Verſprechen, eine Nacht nach Meuccio's Kammer zuruͤck, und rief ihn, der feſt ſchlief, zu:
Meuccio erwachte, und ſagte: Wer biſt Du?
Er antwortete: Ich bin Tingoccio, und kehre dem Verſprechen gemäß, was ich Dir gethan habe, zu Dir zuruͤck, um Dir Rachrichten aus der andern Welt zu bringen.
Etwas entſetzte ſich Meuccio, da er ihn ſah, in⸗ deſſen faßte er ſich und ſagte: Willkommen, Bruder! und dann fragte er ihn, ob er verloren waͤre.
Hierauf antwortete Tinguccio: Verloren iſt, was ſich nicht wieder findet; und wie wuͤrde ich doch wol der noch ſeyn, wenn ich verloren wäͤre?
Ach, ſagte Meuccio, das meine ich nicht, ich frage Dich, ob Du unter den zum Straf⸗Feuer der Hoͤlle verdammten Seelen biſt.
Ihm antwortete Tingoccio: Das mun wol ge⸗ rade nicht, aber ich befinde mich wegen der von mir begangenen Suͤnden in den haͤrteſten und ſehr quä⸗ lenden Strafen.
Hierauf fragte Meuccio Tingoccio ganz beſon⸗ ders, was fuͤr Strafen fuͤr jedes Vergehen dort, was hienieden begangen würde, beſtimmt wären; und Tingoccio ſagte ſie ihm alle.
Hierauf fragte ihn Meuccio, ob er hier noch et⸗ was fuͤr ihn thun koͤnnte; worauf Tingoccio antwor⸗ tete, ja, und das beſtaͤnde darin, daß er Meſſen und


