Teil eines Werkes 
5. Bdchn. (1831)
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150 Siebenter Tag.

das ſchon erzählt worden, was ich mir zu erzaͤhlen vorgenommen hatte, ſondern es ſind auch hieruͤber ſo viele andere, und weit ſchoͤnere Sachen erzählt worden, daß ich, ſo viel ich auch in meinem Ge⸗ dächtniſſe herumſuche, mich doch an nichts erinnern und durchaus nicht uͤberzeugen kann, wie ich uͤber die⸗ ſen Stoff etwas ſagen koͤnnte, was dem ſchon Ge⸗ ſagten gleich käme. Weil ich nun gegen das von mir ſelbſt gegebene Geſetz ſuͤndigen muß, ſo erkenne ich mich, als einen, der der Strafe werth iſt, zu je⸗ der Buße, welche Ihr mir auflegt, von jetzt an ge⸗ waͤrtig, und kehre zu meinem gewöhnlichen Vorrechte zuruͤck, indem ich ſage, die von Eliſen erzahlte No⸗ velle uͤber den Gevatter und die Gevatterinn, und darauf die Doͤmlichkeit der Saneſer, haben, gelieb⸗ teſte Damen, ſolche Gewalt uber mich, daß ſie, wenn ich die von den klugen Weibern ihren dummen Maͤn⸗ nern geſpielten Poſſenſtreiche bei Seite geſetzt ſeyn laſſe, mich anlocken, Euch von ihnen ein kleines Novellchen zu erzählen, das, wenn es auch Vieles in ſich enthaͤlt, was man eben nicht glauben darf, den⸗ noch zum Theil ſehr luſtig mit anzuhoͤren ſeyn wird.

Es waren alſo in Siena zwei junge Maͤnner, von denen der Eine den Namen Tingoccio Mini fuͤhrte, und der andere Meuccio di Tura hieß; ſie

wohnten am Thore Salaja, und gingen faſt mit kei⸗ nem, als nur einer mit dem andern um, ſo daß ſie,

wie es ſchien, ſich außerordentlich liebten. Sie gin⸗ gen, wie das Maͤnner wol zu thun pflegen, in die Kirchen und zu den Predigten, und hatten da oft⸗

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