Teil eines Werkes 
5. Bdchn. (1831)
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Siebente Novelle. welche Eſels⸗Kinnbacken zu ſeyn ſcheinen: dann gibt es wieder einen ſolchen, der hat ein weit groͤßeres Auge wie das andere, der wieder hat eins tiefer wie das andere, ſo wie die Geſichter zu ſeyn pflegen, wie ſie die Kinder machen, ehe ſie mahlen gelernt haben. Daher iſt es ganz deutlich, wie ich ſchon geſagt habe, daß unſer Herr Gott ſie machte, als er erſt bilden lernte. Darum ſind ſie weit älter als die andern, und darum auch viel ädeler.

Hieruͤber fingen Peter, welcher der Richter war, und Neri, der das Abendeſſen geſetzt hatte, und jeder Andere, der ſich des Vorhergegangenen erinnerte und Scalza's luſtiges Argument gehoͤrt hatte, kurz alle mit einander gewaltig an zu lachen und verſicherten⸗ Scalza haͤtte Recht, und er häͤtte das Abendeſſen ge⸗ wonnen; denn die Baronci wären die aͤdelſten und äl⸗ teſten Menſchen, die es nur gäbe, und nicht allein in Florenz, ſondern in der ganzen Welt und auf dem Bebelande. Und deshalb ſagte Pamphilus mit Recht, als er die Scheußlichkeit von Meſſer Foreſe's Ge⸗ ſicht anzeigen wollte, daß es ſelbſt das abſcheulichſte von allen Fratzen⸗Geſichtern entſtellt haben wuͤrde.

Siebente Novelle.

Madonna Filippa wird von ihrem Manne mit ihrem Lieb⸗ haber betroffen und vor Gericht gerufen; durch eine ſchnelle und ſcherzhafte Antwort befreit ſie ſich, und ver⸗ urſacht die Milberung eines Statutes.

Schon ſchwieg Fiammette und Jeder lachte noch uͤber das neue Argument, was Scalza dazu ange⸗

Boccaccio's ſämmtl. W. 5.