Sechſte Novelle. 15
Als Sealza dies hoͤrte, fing er an zu grinſen, und ſagte: Ha, geht mir doch, Ihr Narren, die Ihr alle ſeyd, Ihr wißt nicht was Ihr ſprecht. Die edelſten und älteſten Menſchen, und nicht allein in Florenz, ſondern auf der ganzen Welt, und auch in dem Bebelande ſind die Baronci; und darin ſtimmen alle Fiſolophen und alle Menſchen, die ſie ſo kennen wie ich, uͤberein; und damit Ihr darunter keine an⸗ dern verſteht, ſo ſage ich eben die Baronci, Eure Nachbarn bei Santa Maria Maggiore.
Als die jungen Leute, welche hofften, er wuͤrde ganz was anderes ſagen, dies hoͤrten, lachten ſie ihn Alle aus, und ſagten: Du haſt uns zum Narren, als wenn wir die Baronci nicht eben ſo gut kennten, wie Du.
Da ſagte Scalza: Auf Seligkeit, das thue ich nicht, ich rede die reine Wahrheit, und wenn keiner hier iſt, der mit mir auf ein Abendeſſen ſetzen will, was er dem, der gewinnt, mit ſammt ſechs Anderen, wie er ſie nur immer ſich ausſuchen mag, geben ſoll, ſo ſetze ich recht gern eins; ja, ich will noch mehr thun, ich will es auf den Ausſpruch Jedes, den Ihr wollt, ankommen laſſen.
Da ſagte Einer von ihnen, welcher Neri Man⸗ nini hieß, das Abendeſſen will ich wohl gewinnen!
Nachdem ſie hierauf uͤber Peter den Florentiner als Richter mit einander einig geworden waren, in deſſen Hauſe ſie ſich befanden, wandten ſie ſich an ihn; die Andern alle aber, welche ſehen wollten, wie Scalza verlieren wuͤrde, und ſie ihn dann daruͤber


