Teil eines Werkes 
5. Bdchn. (1831)
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Dritte Novelle. 5

war, blieb dem ſchlechten Manne der Schaden und der Spott dafuͤr, und der Biſchof, als ein kluger Mann, that, als wiſſe er von allem dieſen gar nichts. Indeſſen da der Biſchof und der Mareſchall viel mit einander umgingen, geſchah es, daß, als am Johan⸗ nistage einer neben dem andern her ritt, und ſie die Frauen auf dem Wege betrachteten, wo um den Preis gerannt ward, der Biſchof ein junges Frauenzimmer ſah, welches uns die gegenwaͤrtige Peſt geraubt hat, deren Name Monna Nonna de' Pulci war, eine Ver⸗ wandte Meſſer Aleſſo Rinucci's, und die Ihr alle kennen muͤßt; dieſe war damals eine bluͤhende ſchoͤne iunge Frau, großherzig und mit einem guten Mund⸗ werke begabt, und kurz vorher in der Petri⸗Kirche zu einem Manne gekommen. Eben dieſe nun zeigte er dem Mareſchall, und da ſie in ihre Naͤhe gekom⸗ men waren, legte er ſeine Hand dem Mareſchall auf die Schultern und ſagte: Nonna, was haͤltſt Du von dieſem, glaubteſt Du ſeiner wohl maͤchtig zu werden 2

Nonna glaubte, daß dieſe Worte ein bischen auf ihre Ehrbarkeit ſtichelten, oder daß ſie ihr in den Augen aller derer, die dies hoͤrten, etwas anhaͤngen ſollten. Deßhalb war ſie nicht ſowohl darauf bedacht, nur dieſe Beſchimpfung von ſich abzuwaͤlzen, als vielmehr noch fuͤr dieſen Hieb wieder einen andern auszutheilen, und antwortete ſchnell: Meſſer, viel⸗ leicht wuͤrde er meiner auch nicht maͤchtig, wenigſtens wuͤrde ich gutes Geld verlangen.

Sowohl der Mareſchall als wie auch der Biſchof fuͤhlten ſich durch dieſes Wort auf gleiche Weiſe