Teil eines Werkes 
4. Bdchn. (1830)
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Sehnte Novelle.

liche Jungfrau mit einem Haken anzuhuͤkeln, und ſie, um beſſeres Gehoͤr zu finden, war auch eben nicht abgeneigt dazu. Nachdem ſie aber dann wieder von der NRiederlage ſich erhoben hatte, ſagte ſie:

Herr, Ihr habt Ruggieri da Jeroli hier als ei⸗ nen Spitzbuben feſtgenommen, das iſt aber ſo nicht wahr. Und nun fing ſie an, ihm die Geſchichte von Anfang bis zu Ende zu erzählen, wie ſie, als ſeine Liebſte, ihn in das Haus des Arztes gefuͤhrt, wie ſie ihn das mit Opium zubereitete Waſſer, was ſie gar nicht gekannt haͤtte, zu trinken gegeben, und wie ſie ihn fuͤr todt in den Kaſten geſteckt habe; ferner ſagte ſie ihm, was ſie zwiſchen dem Tiſchler⸗ Meiſter und dem Eigenthuͤmer des Kaſtens als vor⸗ gefallen gehoͤrt haͤtte, und zeigte ihm, wie Ruggieri mit dieſem zugleich in das Haus der Pfandverleiher gekommen wäͤre.

Da der Blutrichter einſah, wie leicht es aufzu⸗ finden waͤre, ob dies wahr ſey, befr agte er zuerſt den Arzt, ob das mit dem Waſſer gegruͤndet waͤre, und fand es fuͤr richtig; hierauf ließ er den Tiſchler verhoͤren, wie auch den, dem der Kaſten gehoͤrt hatte, und die Pfandverleiher, und nach vielem Hin- und Herreden fand er, daß die Pfandverleiher in der vo⸗ rigen Nacht den Kaſten geſtohlen und nach ihrem Hauſe geſchafft haͤtten. Zuletzt ließ er Ruggieri vor⸗ fuͤhren, und fragte ihn, wo er den Abend vorher zugebracht haͤtte.

Wo er ihn zugebracht haͤtte, antwortete dieſer, das wuͤßte er nicht, nur ſo viel erinnerte er ſich ſehr