Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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Vierte Novelle. 157

Bruder Puccio war daher ruhig, und legte wie⸗ der Hand an ſeine Paternoſter; die Frau aber, und mein Herr Moͤnch, ließen von dieſer Nacht an ein Bett nach einer andern Stelle im Hauſe bringen, und vergnuͤgten ſich in demſelben uͤber alle Maßen, ſo lange Bruder Puccio's Poͤnitenz dauerte; zu der⸗ ſelben Zeit aber, wenn der Moͤnch fortging, kehrte die Frau in ihr Bett zuruͤck, wo denn auch Bruder Puccio, bald nach beendigter Poͤnitenz, hinkam. Da nun der Frater auf ſolche Weiſe ſeine Poͤnitenz, und die Frau ihr Vergnuͤgen mit dem Moͤnch vollbracht hatte, ſagte ſie oft ſcherzweiſe zu dieſem: Du läͤßt Bruder Puccio'n die Poͤnitenz thun, damit wir das Paradies gewinnen.

Und da das der Fran recht wohl zu bekommen ſchien, ſo gewoͤhnte ſie ſich ſo an die Speiſen des Moͤnches, daß, da ſie von ihrem Manne in langen Faſten gehalten worden war, und auch ſelbſt noch nachher, als Bruder Puccio's Pönitenz ein Ende hatte, ſie doch noch Mittel und Wege fand, an ei⸗ nem andern Orte von ihm zu naſchen, und auch noch lange nachher, bei gehoͤriger Vorſicht, ihr Vergnuͤgen mit ihm hatte. Daher kam es denn auch, damit die letzten Worte nicht mit den erſten im Widerſpruch ſtehen, daß Bruder Puccio, der durch ſeine Poͤni⸗ tenz ſich in's Paradies zu bringen hoffte, den Moͤnch, der ihm den Weg, um ſchnell dahin zu kommen, ge⸗ zeigt hatte, und auch die Frau darin verſetzte, die mit ihm in großer Beduͤrftigkeit deſſen gelebt hatte,