Teil eines Werkes 
3. Bdchn. (1829)
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152 Dritter Tag.

ihrem Hauſe allein ſeyn koͤnnte, wenn auch ſelbſt Bruder Puccio zu Hauſe waͤre.

Als näͤmlich Bruder Puccio eines Tages zum Beſuch zu ihm gekommen war, ſagte er zu demſel⸗ ben: Ich habe es ſchon oftmals bemerkt, Bruder Puccio, daß Dein Tichten und Trachten dahin geht, ein Heiliger zu werden; dazu ſcheinſt Du mir aber einen viel zu langen Weg einzuſchlagen, da es doch einen gibt, der weit kuͤrzer iſt, von dem aber der Papſt und ſeine anderen hoͤheren Prälaten, die ihn kennen und gebrauchen, nicht wollen, daß er Andern gezeigt werde, weil alsdann der Orden der Cleriſey, der vorzuͤglich von Almoſen lebt, unverzuͤglich zer⸗ ſtoͤrt ſeyn wuͤrde, indem die Layen weder durch Al⸗ moſen, noch ſonſt irgend wodurch mehr, auf ihn ach⸗ ten wuͤrden. Indeſſen, da Du mein Freund biſt, und mich ſo geehrt haſt, weshalb ich glaube, daß Du es keinem Menſchen in der Welt offenbaren wirſt, ſo will ich ihn Dir zeigen, wenn Du ihm folgen willſt.

Bruder Puccio, der hiernach ſehr begierig ge⸗ worden war, fing zuerſt an, ihn auf das inſtaͤndigſte zu bitten, daß er ihn ihm doch zeigen moͤchte, dann ſchwur er, daß er nimmermehr, wenn er es nicht haben wollte, es einem Andern wieder ſagen wuͤrde, und verſicherte, daß er ſich ſogleich auf den Weg machen wolle, wenn er ihm nur irgends folgen könnte.

Weil Du es mir denn auf ſolche Art verſprichſt, ſagte hierauf der Moͤnch, ſo will ich ihn Dir auch