Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
Einzelbild herunterladen

de e⸗ ie ge r= ht ß

e⸗

2 *

Siebente Novelle. 41

Von hier ging er nach der Regierung, und ſagte insgeheim zu dem Cavalier, der eben die Sitzung hielt: Mein Herr, es ſollte ſich zwar ein Jeder be⸗ muͤhen, daß die Wahrheit von Allem an den Tag kame, aber vorzuglich ſollten es die, die auf einem ſolchen Poſten ſtehen, wie Ihr auf einem ſteht, da⸗ mit nicht diejenigen beſtraft wuͤrden, die das Ver⸗ brechen nicht begangen haben, ſondern die wahren Verbrecher die Strafe empfingen. Und damit Ihr hieruͤber die Ehre davon truͤget, und der, der es verdient hat, den Schimpf, bin ich darum herge⸗ kommen zu Euch. Wie Euch bekannt ſeyn wird, iſt gegen Aldobrandino Palermini ſehr ſtrenge verfah⸗ ren, weil Ihr gefunden zu haben glaubt, er waͤre derienige, der den Tedaldo Eliſei erſchlagen hat, und Ihr ſteht im Begriff, ihn zu verdammen. Das iſt aber grundfalſch, wie ich Euch noch vor Abend zu beweiſen glaube, da ich Euch die Moͤrder des jungen Mannes auszuliefern gedenke.

Der brave Mann, dem Aldobrandino nahe ging, lieh den Reden des Pilgers willig ſein Ohr, und nachdem er viel mit ihm hieruͤber geſprochen hatte, ließ er nach ſeiner Einleitung die beiden Bruͤder aus dem Wirthshauſe mit ihrem Dienſtmaͤdchen im er⸗ ſten Schlafe feſtnehmen, und wollte ihnen ſogleich, um zu erfahren, wie die Sache zuſammenhinge, dio Lortur geben laſſen; allein ſie ließen es dahin nicht kommen, ſondern geſtanden offenherzig Jeder fur ſich, und dann Alle zuſammen, daß ſie es geweſen waͤren,