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Fuͤnfte Novelle. 167
warum er auch nur wollte, niemals von Ihrer Mut⸗ ter oder von Ihnen geſprochen hat, oder ſey es, daß, wenn er davon ſprach, nichts davon zu meiner Kennt⸗ niß gekommen iſt, niemals von Ihnen ſelbſt, ja nicht einmal von Ihrem Daſeyn auch nur das Min⸗ deſte gehoͤrt habe; ſo iſt es mir um ſo lieber, in Ihnen eine Schweſter gefunden zu haben, da ich hier ſo ganz allein bin, und das am allerwenigſten hoffte. Und in der That, ich wuͤßte keinen Mann, von noch ſo hohem Verdienſte, dem Sie nicht werth ſeyn ſoll⸗ ten, um ſo vielmehr mir, der ich nur ein kleiner Kaufrann bin. Aber um Eins bitte ich Sie, erklaͤ⸗ ren Sie mir es doch, woher wiſſen Sie denn, daß ich hier bin?
Hierauf antwortete ſie: dieſen Morgen ſagte es mir ein armes Weib, das ſich ſo zu mir haͤlt, weil ſie bei unſerm Vater, wie ſie mir geſagt hat, lange Zeit ſowohl in Palermo, als auch in Perugia, ge⸗ weſen iſt; und wenn es mir nicht anſtaͤndiger ge⸗ ſchienen haͤtte, daß Du zu mir unter die Deinigen kameſt, als ich zu Dir unter fremde Leute, ſo wuͤrde ich ſchon längſt zu Dir gekommen ſeyn.
Nach dieſen Worten fing ſie nun an, noch be⸗ ſt'mmter namentlich nach allen Anverwandten zu fra⸗ gen, worauf ihr Andreas uͤber alle Antwort gab, und daher das um ſo weit eher glaubte, was er um ſo weniger hätte glauben ſollen.
Da ſie nun lange mit einander geſchwatzt hatten⸗ und die Hitze groß war, ließ ſie Wein und Confekt bringen, und gab Andreas zu trinken; als dieſer
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