Teil eines Werkes 
16 (1844)
Entstehung
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it einem Tone, in dem Jubel und Schreck ſich ver⸗

mählten. Der Burſch brüllt wie der ſchwarze Zuchtſtier.

Höret Ihr, Hoheit, was aus der geſunden Bruſt des

beſten ſchottiſchen Burſchen für ein Feſtlied erklingt?

König Jakob hoch! König Jakob für immer! Der König

iſt todt, hoch lebe der König! Hinauf, hinauf zu der Zinne! 11.

Die Scene hat ſich verändert. Eine Partie der bunt⸗ ſcheckigen Geſellen des Monmouth ward von einem Corps tapferer Bergſchotten aus dem Walde herauf ge⸗ jagt und über den Plan gehetzt. Die kurzen Schwerter klirrten, die Flinten knallten, das Feldgeſchrei: König Jakob! ſchallte über die Berggipfel weit hinaus in die Thäler, und nicht fern vom Thurme ſchwenkte James ſein buntgewürfeltes Tuch und ſchrie gleich einem Kronherold ſeinen Jubelſpruch ohne Ende. Der Prinz hatte einen ſeiner Vertrauteſten in dem Getümmel erkannt, ſprang die Stiege wieder hinab und ließ die Pforten öffnen. Kerſebay, willkommen zu rechter Stunde! rief er einem ritterlichen Herrn zu, der zu dem Thurme eilte, indeß die Bergſchotten den Feind in den Wald gen Cullean⸗ houſe zu werfen fortfuhren. Der Offizier beugte das Knie und küßte die Hand des Prinzen, indem er ſichtlich bewegt ausrief: Gott ſegne meinen königlichen Herrn und ſchenke ihm eine lange und glückliche Regierung!

Mein Bruder? fragte Jakob überraſcht.

Tauſchte die irdiſche Krone mit der himmliſchen, ant⸗ wortete der Graf Kerſebay, und das Parlament ließ Euch, mein gnädiger Herr, als den letzten Stuart in den Straßen Londons zum Könige ausrufen. Eilboten kamen nach Edinburgh, und jch durchflog das Nieder⸗

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