Teil eines Werkes 
16 (1844)
Entstehung
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und wette dieſe meine rechte Hand, drei Schüſſe aus dem gelben Ding ſind genug, das lumpige Thor zu ſprengen, oder das ganze alte Gebäu zuſammen zu ſchmeißen. Paſſet auf, ſo wie ſie den ehernen Mund geſchaut, werden ſie Chamade ſchlagen und die weiße Fahne aufſtecken.

Der Viscount verſchwand, doch ſein auf der Berg⸗ höhe verſtändlich ſchallendes Wort war nicht ohne Wir⸗ kung von den Thürmen vernommen worden. Der Pach⸗ ter ſtieg von der Zinne herab und trat zum Prinzen. Der Viscount iſt ein toller Hund, ſagte er mit Unruhe, und wer hätte unter der breiten Ochſenſtirne ſolch einen geſcheidten Einfall vermuthen mögen?

Hätten wir den Hochverräther im Edinburgher Ka⸗ ſtell, wahrlich, er ſollte ſeine Rechte nicht umſonſt ver⸗ wettet haben! zürnte der Prinz. Aber was iſt zu thun? Der Eiſenkugel widerſteht die ſchlechte Pforte nicht. Ich

meine, wir öffnen ſelbſt und ſtürzen hinaus, Alles auf 5

einen Punkt. Die Ueberraſchung gab ſchon oft dem ſchwächſten Heerhaufen den unverhofften Siegeskranz.

Höret Ihr das Geknall rundum, und wie das Blei von den alten Steinen zurückprallt? verſetzte Draff vor ſich hinſtarrend. Ihr ſeyd nicht gefeit und feſt in ſolchem Hagelwetter, ich noch weniger und am wenigſten die kleine Arabella, die wir dem Geſindel doch nicht als Spielball ihrer Lüſte zurücklaſſen würden. Warum mußte auch dieſes Eine Geſchütz aus der Schlacht von Naſeby gerade hieher gerettet werden?

Horch! fuhr da der Prinz auf. Welche kreiſchende Muſik! Das iſt der Dudelſack; das klingt wie ein Schlacht⸗ lied der Söhne des Nebels!

Und das iſt meines James Stimme! rief der Pachter