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nen Füßen, und als ich hinableuchtete, w
Entſchluß feſt, wenigſtens zum Morde nicht die ehrliche Hand zu leihen. Ein Käſichen, zierlich geſchnitzt und vemalt, ſo wie es die Schiffer, mit Gewürzen gefüllt⸗ aus fremden Welttheilen mitbringen, ſtand im geoffneten Schranke. Ich warf einen Beutel hinein, der meinen Sparpfennig und meinen jüngſt empfangenen Lohn ent⸗ hielt, fügte ein Silberbeſteck hinzu, das mir ein hollän⸗ diſcher Kaufmann geſchenkt, und legte das Käſtchen in den Korb. Dann riß ich den aus buntem Tartan ge⸗ webten Teppich vom Tiſche, breitete ihn über das Käſt⸗ chen, ſenkte das Kind in ſeinen Lailach hinein und hüllte es ſorgſam in die Decken. Da rauſchte etwas unter mei⸗ ar es ein Blatt Papier, welches vom Teppich gefallen. Und ich ergriff vas Blatt und ſchrieb darauf den Namen der ſeligen Gräfin, der mir gerade beifiel, und darunter: Chriſt, gib ihm die Taufe! Warum ich's that⸗ weiß ich noch heute nicht; vielleicht ſtand die ſelige Lady neben mir und hauchte mir's zu, denn ich fröſtelte wie im Geiſter⸗ wehen. Der Zettel lag mit im Tragkorbe, der Riemen hing über meine Schulter, der Mantel deckte Korb und Leuchte, und ſo ſchritt ich wankend durch den Flügel des Schloſſes, von jedem Geräuſch, von der vorüberziſcheln⸗ den Maus, vom knarrenden Eſtrich erſchreckt gleich dem ſcheuen Diebe, in die frühe, unheimliche Nacht hinaus. Die grauenvollſte Stunde meines Lebens hing über mir⸗ ich habe ſie nur ein einziges Mal wieder erlebt: da, als man mir die Nachricht brachte, mein Sohn, mein James, ſäße im Gefängniß zu Eunoch, des Mordes ſchuldig. Faſt eine Stunde ging ich am Meeresufer hin⸗ unent⸗ ſchloſſen, denn das Kind ſchien mir oft geſtorben; doch dann klang ein leiſer Wimmerton unter meinem Mantel


