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den öden Hochplatz; ein einzelner Rehbock zeigte ſich am Fichtenbuſche und weidete ſorglos auf dem Mooſe, und einige Raubvögel ſchoßen aus dem Walde auf und ſchwan⸗ gen ſich in langſamen Kreiſen himmelan. Die Männer im Thurme hatten wohlbewehrt ihre Poſten an den Oeff⸗ nungen eingenommen, und hoch auf der Zinne ſaß der Prinz und Humphrey Draff, und Beide ſchauten, ver⸗ deckt von den Vorſprüngen der Mauerkrone, über Buſch und Wald weit hinaus, ob ſie noch nichts von den be⸗ ſtellten Dragonern zu erkennen vermöchten, und die fruchtloſe Anſtrengung ihrer Augen ſchien Beide immer düſterer zu ſtimmen.
Wie ſich die Zeiten ändern und der Menſch mit ihnen! ſagte der Prinz nach einer Weile, in welcher er faſt ſchwermüthig die Umgegend betrachtet hatte. Wie oft zog ich durch jenes Dickicht an der Seite des Grafen Davy in fröhlicher Jagdgeſellſchaft? Wie manches Mal wanderte früh, wenn noch Alles im Schloſſe ſchlief, die ſchöne Conny mit mir jenen ſchmalen Waldpfad herauf? Und gerade hier, wo wir jetzt ſitzen als Flüchtlinge und in ſchwarzer Sorge, träumten wir roſige Maienträume miteinander. Die Zeit hat das Weiberherz kühl gemacht, Numpz; aber ich meine, ſie wird auf Culleanhouſe nicht ruhig ſitzen, ihre Seele wird gequält ſeyn um uns, wenn ſie von der Bosheit jener wilden Jäger erfährt.
Habt Ihr verdient, Sir, daß der Lady Auge ſich trübt um Euer Schickſal? Habt Ihr immerdar ſo edel⸗ müthig an der armen Conny gehandelt, daß Ihr Euch der Thränen der Lady würdig wißt? fragte der Pachter mit einer Strenge, die den Prinzen ſtutzig machte.
Was ſoll die Frage? fragt dieſer ſcharf zurück. Weißt Du um das Räthſel, das in Culleanhouſe waltet? Kennſt
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