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ſie lächelnd, und ſo drehte ſie ſich langſam auf dem klei⸗ nen Fuße herum und ſchritt zum Fenſter, als wäre Nie⸗ mand außer ihr in der Halle.
Der Chevalier ſtand betroffen da und mußte ſich zwingen, ihr nicht zu folgen und abzubitten, denn die Zürnende kam ihm reizender, anlockender vor, als er ſie in ihrer höchſten Zärtlichkeit geſehen, und es war ihm zum Glücke, denn mit Haſt ward die Thüre geöffnet und der Baron trat raſch ein. Seine rothgerandeten Augen fuhren hin und her, vom Gaſte zur Hausfrau, doch er⸗ blichen die Rubinen ſeines Geſichts merklich, als er ſeine Rekognoscirung zu Ende gebracht.
Ihr ſteht gelangweilt da, Chevalier? ſprach er. Seht Ihr, wie recht ich vorher urtheilte, als ich Euch ein Porträt meines Weibchens malte. Kommt mit hinaus, wenn's Euch gefällig, und beſchaut den ungeheuern Feiſt⸗ hirſch, den mein tapferer Haſſan mir zum Schuſſe ge⸗ bracht und an deſſen Wehr er faſt ſein Leben geſetzt. Ein trefflicheres Prachtgeweih iſt nimmer die Zierde dieſer Burg geworden, ſo lange ſie ſtand, und ein Faß Hochheimer ſoll fließen als Libation bei dem Feſte, wo dieſe Trophäe ihren Platz im Ritterſale einnehmen wird.
Im Unmuth, den des Schloßherrn Anblick vermehrt und der in ihm durch das Gefühl der Unfreiheit ſeines Gemüths, durch das Bewußtſein ſeines Schwankens zwi⸗ ſchen Zuneigung und Haß gegen die Schloßfrau geweckt, antwortete Melac mit Humor: Ich bin bereit, Herr Baron! denn ſo ein abgeſchiedener Würdeträger des Wal⸗ des ſieht ſich gar lieblich an, iſt ein friedlicher Geſell⸗ ſchafter, und es grämt mich, daß des ſtrengen Ohms
Ordre mich abruft und ich dem Feſte nicht beiwohnen
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