Teil eines Werkes 
15 (1843)
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Spitze der Geſellſchaft dem Schloſſe zu. Eugenie jedoch preßte heimlich Vanina's Arm und flüſterte: Abſcheuliche Gewohnheit! O Schweſterchen, hüte Dich!

General Sampietro Baſtelika machte auf die Geſell⸗ ſchaft, welche ihn im Familienſaale der Ornano's em⸗ pfing, augenſcheinlich einen mächtigen Eindruck. Der Krieger, dem der Ruf ſeiner Schlachten, ſeiner über⸗ ſtandenen Gefahren vorausfliegt, hat den Vortheil einer eigenthümlichen, in der menſchlichen Natur begründeten Theilnahme voraus, wo er auch erſcheinen mag. Das Leben iſt für die Mehrzahl das höchſte Gut; ſichere Be⸗ quemlichkeit iſt ihr das Wünſchenswertheſte; wer das Leben verachtet, ſey es um das Phantom der Ehre wil⸗ len, oder ſelbſt um die nichtigſte Fürſtenlaune, erſcheint ihr als ein Halbgott, und jede Narbe eines ſolchen zer⸗ fetzten Schlachtgeſichtes, jeder harte Zug, den rauhe Sitte dem Antlitze aufgedrückt, wird eine Schönheit, die den Mann des Friedens mit ſeinen ſtillen, bürgerlichen Groß⸗ thaten und Opfern in den Schatten drückt. Hier kam nun noch die impoſanteſte Heldengeſtalt dazu, hier ſah der bewegte Korſenſinn nun gar noch einen künftigen Er⸗ löſer von Schmach und Druck, und dieſes oft gewagte Leben wollte ſich dem Heiligſten, dem Vaterlande opfern. Es bedurfte nur weniger Stunden, um den Mann des Tages zum Jdol der Geſellſchaft zu erheben, und ſelbſt die korſiſchen Schönen vergaßen bald den alten Schwätzer mit ſeiner Blutmähr und wagten die ſchwarzen Augen, aus denen unverholen mancher feurig⸗ſtille Seelenwunſch leuchtete, auf ihn zu erheben. Sampietro's Ernſt, ſein kaltes, ſparſames Wort, der rauhe Ton ſeiner Stimme,