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ſchlichen, ſich wieder geſetzt und im leichten Wein ſeinen Groll vertrunken. Aber ſagt mir, mein guter Freund, ſprach ſie, was Euren Ritter bewogen, ſo früh und zu Fuß und ohne gut Geleit in die Stadt zu rennen? Neu⸗ gier ſpricht nicht aus mir, nur Sorge um das ſchmucke junge Blut. Die Mutter erzählte gar oft, wie manche Gräuelthaten an ſolchen Feſttagen in den Seitengäßchen und Kirchenwinkeln geſchahen, und wie gar eigens darum ganze Familien von Spitzbuben in die Stadt einwan⸗ derten und in Compagnie verwegen und ſchlau Gut und Leben bedräuten. Euer Herr iſt ſo ſittig und fromm, gar nicht wie die Edeljunker bei uns, beinahe zu ſtill und beſcheiden, wenn das ſein könnte, und dabei ſo hübſch und leutſelig, daß es Jedermann leid ſein würde, ge⸗ ſchähe ihm im Gedräng etwas Uebels.
Sorgt nicht, Jungfer, lachte der Gebhard, er hat ſeinen Degen am Herzen unter dem Mantel, und Gott iſt über ihm. Das ſind für einen deutſchen Junker der Freunde und Leibeswächter genug.
Iſt ſie doch auch wie all die Andern, murrte Jonzac in ſeinen Schwarzbart; es darf nur neu, nur aus der Fremde ſein, ſo fängt's die Weiberherzen weg und ver⸗ rückt ihr Köpfchen.
Neugier ſpricht nicht aus mir, fuhr die ſchwatzende Kleine fort, aber wiſſen möchte man doch, wohin der Graf ſo früh wandert, und warum zu Fuß, da heute Jeder von Geſchlecht und Rang nur zu Roß erſcheint, und was vielleicht in dem zierlichen Käſichen verborgen, das der Page ihm ſo ſorglich nachtrug? Vielleicht gar ein Morgenbeſuch bei einem ſchönen Hoffräulein oder ei⸗ ner gefälligen Bürgersfrau? Geſteht's nur, alter Freund!
Läſtert nicht! Schalt der Graf nicht ſo zu mir? lachte


