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Du biſt ein ſchmucker Friedensſprecher, Jeannet, und könnteſt Mittags einen Marſchall abgeben in der Stech⸗ bahn, rief ein Mann, der ſich durch einen mächtigen Schwarzbart auszeichnete, indem er zugleich dreiſt den Arm um des Mädchens üppigen Wuchs warf.
Heftig machte ſich das Mädchen los von ihm. Hat der Wein Euch vergeſſen gemacht, was ich Euch geſtern und ehegeſtern und ein Jahr lang alle Tage geſagt, Monſieur Jonzac? fragte ſie ſchnippiſch. Er hört wohl nicht gut, weil ihm ſeine Bären und Löwen Tag und Nacht Muſik machen?
Meine Bären und Löwen ſind zahmer als Du, ant⸗ wortete der Mann mit Ingrimm, welcher jedoch durch ſichtliche innerliche Betrübniß milder auftrat; wer ihnen täglich gut zuſpricht, dem ſind ſie dankbar zugethan. Jeannet, Deine Sprödigkeit, Dein Haß wird mich dahin vringen, daß ich mit meinem eigenen Leibe die wilden Beſtien füttere.
Thut's, Monſieur Jonzac, fiel ſie ſpöttiſch ein, dann will ich verſprechen, ein ſchwarzes Bruſtband um Euch zu tragen volle ſechs Monate lang. Laß Er ſeine Fin⸗ ger von meinem Arm! Wie mag man ſich einbilden, daß eine Pariſerin ſich ſtreicheln laſſen möchte von einer Hand, welche die rauhen Kleinen der Bären einwiegt, und zu jeder Stunde mit wildem Gethier kareſſirt? Pfui, alle Roſenwäſſer von Toulon und Graſſe könnten ſolche Finger nicht lieblich genug machen, daß eine Dirne, die etwas auf ſich hält und keinen Mangel hat an ſchmucken Tänzern, ihren Ring darauf ſchieben möchte.
Mit munterer Weiſe wandte ſich dann die Kecke von dem verſtummenden Werber zu dem grauen Gebhard⸗ der, nachdem ſein Feind mit boshafter Miene davon ge⸗


