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auf dem Du ritteſt. Der Spanheimer trägt zwar in junger Bruſt manchen Schatz, von ſeinem Großvater, dem frommen Engelbert, und dem gelahrten Großohm, dem Magdeburger Hartwich, auf ihn vererbt, und wenige Junker im deutſchen Vaterlande mögen darin ihm gleich⸗ kommen; doch daß er nicht berufen zum Licht, dem er ſich zudrängt, erkannte mein Auge in den erſten Wochen ſeines Hierſeyns. Wer da will ſeyn ein Ritter der Weis⸗ heit, wer da will werden ein Fürſt der Geiſter, muß nicht Gefallen haben am Tand und Prunk der Welt, muß geizen mit der Zeit, welche auf zügelloſem Roß an uns vorüberſprengt, und die Niemand zurückruft, muß die koſtbare Stunde nicht vergeuden am eiteln Ritter⸗ ſpiel und den Künſten, an welchen die Welt ſich ergötzt und welche den Lüſten der Gewalthaber zu fröhnen be⸗ ſtimmt.
Der Lehrer hatte lächelnd den edeln Schülern zuge⸗ horcht; mit einem leichten Spott auf ſeinem ſchönen, männlich freundlichen Antlitz ſagte er: Ei, ei, läſtert alſo ein Babenberger, ein Sohn der tapfern Markgrafen von Oeſterreich, das Ritterthum und die Rittertugend? Weiß ich doch, daß Ihr Beide wohl geübt ſeyd im Waffen⸗ ſpiel, wenn Ihr auch ſeit Jahren ſchon das Seiden⸗ wamms und den metallenen Kriegsputz vertauſchtet gegen das ſchwarze Faltenkleid und das Mäntelchen der De⸗ muth, welches geſchickt macht, dereinſt von der ſpitzigen Biſchofsmütze überglänzt zu werden, und ſich zum Kar⸗ dinalpurpur umzufärben, oder gar die heilige Tiara zu gewinnen.
Auch der Streiter der Kirche muß geübt ſeyn im Schwertſchlag und Lanzenwurf, antwortete Konrad mit
Hitze, die nur durch die Ehrfurcht für den geliebten Lehrer


