Teil eines Werkes 
13 (1843)
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bei dem Marſchall. Haſſet der Menſch Sie perſönlich, oder trieb ihn Bosheit des Charakters, ich kann darin nicht entſcheiden, man fand den Mann bislang verſtän⸗ dig, talentvoll und kenntnißreich, und hob ihn darum zu einem bedeutenden Poſten, da der neue Krieg den Ausländer beſonders nützlich machte. Eine mir ſehr theure Dame, Ihre Landsmännin und frühere Bekannte, ent⸗ deckte zufällig die böſe Situation, in welche man Sie verſetzt. Nur den eifrigen Forſchungen derſelben verdan⸗ ken Sie die Enthüllung des tödtlichen Betrugs, und ich werde Ihnen Gelegenheit geben, Ihren Dank bei der Schönen auszuſprechen. Alfred ſchüttelte verwundert das Haupt, und obgleich ich leichter rathen konnte wie er, ſo ſtaunte ich doch, die Baronin und den General mir ver⸗ bunden denkend. Aber größer noch wurde unſere Ver⸗ wunderung, als in die Thüre der Adjutant trat und mit ihm Kletting, der erſte Liebhaber der Selten und der meuchleriſche Duellant aus dem Erlanger Walde, von dem mein damaliger Bericht Dir erzählte.

Der lange blonde Herr ſah recht bleich aus, an den ſchlaffhängenden Armen waren die Fäuſte geballt, und die Lippen hielt er im tiefen Grimm zuſammengepreßt. Abellino! ſtieß Güldenkron hervor. Der General maß den Schuldigen mit ſtrengen Blicken. Haben Sie ſich be⸗ dacht, Monſieur Sekretär? fragte er heftig. Wollen Sie geſtehen, was Sie bewog, uns ein falſches Dokument unterzuſchieben, und die Gerechtigkeit des Kaiſers in Verſuchung zu führen? Kletting ſammelte ſich mit An⸗ ſtrengung. Ich that, was mir die Liebe für Frankreich befahl, antwortete er in Abſätzen und mit Widerwillen. Dieſe Fremden haben das Land durchſpionirt, ſie haben ohne Grund ſich in den ſüdlichen Provinzen aufgehaltenz