gen nach unſerer Heimath, unſerm Stande, unſern Rei⸗ ſen, ob wir den großen Kaiſer ſchon geſehen, und ſo weiter. Sobald wir aber die Meſſer und Servietten niedergelegt und ein Domeſtik abgeräumt, wurde ſeine freundliche Miene ernſt, er ſtrich ſich den kleinen, ſchwar⸗ zen Knebelbart, fuhr mit der Hand von der Stirne auf über den kaſtanienbraunen Lockenwulſt, und befahl dem Adjutanten, ein Päckchen Papiere von einem Rebentiſche herbeizutragen. Nach einer kurzen Auswahl legte er Güldenkron ſeine Briefe an Zinno vor, und als dieſer ſie erkannt, bat er ihn, da er gefunden, wie geläufig ihm die franzöſiſche Sprache ſey, ſie wörtlich in dieſe zu übertragen. Alfred ſtutzte etwas, jedoch ſäumte er nicht, dem Befehle nachzukommen, indeß der General ein an⸗ deres Papier mit Güldenkrons Ueberſetzung zu verglei⸗ chen ſchien.
Wörtlich aus Ihrem Munde, wie es hier ſteht, fuhr er vergnügt in die Höhe; dann aber wurde die glatt⸗ gewölbte, freie Stirne auf einmal zu einem wellenwer⸗ fenden See. Und jetzt, mein Freund, leſen Sie hier, mit welcher Uebertragung uns ein deutſcher Schurke hin⸗ terging, eine Heimtücke, welche ohne die Dazwiſchenkunft einer Zauberin und Fee leicht hätte unſchuldiges Blut koſten können.
Alfred las, und ich ſah ihn bleich werden. Sie ha⸗ ben nicht mehr zu erſchrecken, ſprach ſogleich der Gene⸗ ral fort, der Betrug iſt aufgeklärt, jede Satisfaktion wird Ihnen werden, und ich hoffe, die unglücklichen Tage durch angenehme Stunden vergeſſen zu machen. Lieutenant Maiſon, den Sekretär!
Treulich erklärte er ferner: Ein erſt neulich ange⸗ ſiellter deutſcher Translateur trat als Ihr Ankläger auf


