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mich beſchimpft für immer. Ich habe für mich Nichts mehr auf dieſer Welt zu thun, doch eine Pflicht für ein anderes leidendes Weſen hält mich noch auf dieſem armſeligen Boden, und dieſe Pflicht auszulöſen iſt mein einziges und letztes Geſchäft.
Bruderherz! rief ich betroffen über den ernſten Ton, mit dem er ſolche wunderliche Reden führte. Du wirſt doch nicht ſo einen Hopſer vorhaben, zu dem ich in der Tollheit oben am chineſiſchen Häuschen einmal den Fuß anſetzte? Ich hatte Urſache dazu, denn mir ging es wie der Maus in der verſchloſſenen Kirche, mir fehlte Alles; aber Dir fehlt Nichts als ein rothwangiges Püpp⸗ chen, und die werden Dir bei Dutzenden nachlaufen, in welcher Stadt Du nur Dein ſtattlich Figürchen auf dem Engländer produzireſt; und was den Schimpf an⸗ betrifft, ſo habe ich nirgend gehört und ſelbſt in keiner Ritterchronik geleſen, daß ein Weiberwort einen Mann entehren könnte, da Kunkel und Lanze nirgend und nie zur Satisfaktion ſich einander gegenüberſtellen durften.
Das verſtehſt Du nicht, ehrlicher Menſch! erwiederte er kopfſchüttelnd. Und wir können uns nicht darum ſtrei⸗ ten, da Jeder an ſein eigen Herz appelliren müßte. Ich fühle, daß dieſe Wunde nie verharrſcht, und daß der Tod ſich eingeniſtet hat mitten in meinem Herzen. Das iſt abgeſchloſſen und vorbei, und kein Wort ſoll darum verloren werden. Auf dem Ritte bis hier habe ich das abgemacht mit mir ſelbſt. Aber ein Geſchäft ſteht noch vor uns. Den Verführer meiner Schweſter muß ich ſuchen und den Flecken, den er auf mein Wappen warf, austilgen. Seit die Erde ſich auſthat zwiſchen mir und Adelen, ſeit der ewige Abgrund mich trennt vom Him⸗ mel, iſt mir mein Vater zu dreien Malen im Traume


