Teil eines Werkes 
13 (1843)
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er ſprach, und eine ſo tiefe Betrübniß in ſeiner Miene und Haltung, die ſich nicht beſchreiben läßt, aber die das Herz packt und mich ſo ſehr ergriff, daß ich ſogleich aus meiner Faullenzer⸗Poſition mich in eine ſittige Stellung verſetzte und ohne Zögern antwortete: Ich ziehe mit Dir und gingeſt Du bis zu den Hottentotten oder drüber hin⸗ aus, um der ſchönen tättowirten Königin von Owaihi eine Viſite zu machen. Er reichte mir die Hand.

Du ehrliches deutſches Herz! verſetzte er mit tiefer Empfindung. Heller Edelſtein im rauhen Kieſel! Aber ich will Dich nicht betrügen und Dein Zutrauen miß⸗ brauchen. Du mußt wiſſen, welches Ziel mir winkt, und erſt dann ſollſt Du wählen.

Hörteſt Du ſchon von meiner Neugierde? fragte ich. Oder meinſt Du, irgend Etwas in der Welt könnte den Fuſt fürchten machen! Omnia mea mecum porto! ſpreche ich mit jenem großen Weltweiſen. Ich habe Nichts zu verlieren, darum daxf ich überall Gewinn hoffen; ich habe keine Heimath, darum bin ich überall zu Hauſe.

Nenne mir einen Menſchen, der ſolche Ausſichten hätte.

Ich bin ein auserleſenes Glückskind. Und ſeitdem Du mein Daſeyn auf das Deine verpflanzt, gehöre ich Dir, wie Dir Dein Finger oder Dein Fuß angehört. Güldenkron ſtarrte gedankenvoll den Fußboden an. Alſo doch noch geliebt, flüſterte er halblaut. Doch nicht ſo unwürdig der Zuneigung, wie ſie meinte? Fuſt, fuhr er fort, es iſt mir, als wäre ein ungeheures Fall⸗ gatter hinter mir herabgelaſſen, welches mich auf ewig ſchiede von meiner Vergangenheit, von Jugend und Glück. Was dieſſeits liegt, iſt eine Wüſte ohne Sonne und Freude. Adele verachtet mich, Adele hat es ausgeſprochen vor der Welt, ſie iſt mir geſtorben, aber ihr letztes Wort hat