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kein zerſtörender zu ſein; Haarraufen und Verzweiflungs⸗ geberde war nicht dabei; nur die drei Kinder ſammelte ſie weinend in ihren Schoos, umfaßte ſie ſämmtlich und ſchluchzte: Wer wird von jetzt an euer Vater ſein, ihr ſchwachen Waiſen!— Da trat Beatus heran und neigte ſich über die Gruppe der Charitas. Herzliebe Frau, ſagte er mild, jammert nicht alſo. Weinet, wie es der Wittwe geziemt, aber für die Kleinen ſorget nicht. Das Trud⸗ chen iſt ja mein, hat mir's doch Gott geſendet, und es wird von Rechtswegen mein Erbe, der ich allein ſtehe in ſeiner ſchönen Welt; und wo das Trudchen ißt und trinkt, ſollen auch die Geſchwiſter Dach und Tiſch finden, tra⸗ gen ſie doch Alle Eure Mienen und keinen Zug—— Er verſtummte ſelbſt in ſeinen Gedanken, und Beta ant⸗ wortete mit einem Handdrucke und der halblauten Frage: Seid Ihr denn noch allein, Ihr guter Menſch?— die ein freundlicher Blick begleitete, der mitten in den fallen⸗ den Thränentropfen einem Sonnenblicke im Gewitterſchauer glich, welcher ſtets Segen verkündigt.—
Der gewünſchten Hinfahrt des Wachtmeiſters ſtand kein Hinderniß im Wege. Man ſah ſeiner Bitte um den Kahn freilich eine Art von Zwang an, jedoch um ſo eif⸗ riger trat Beatus mit ſeiner Meinung dem Wunſche des Vaters bei, und verſprach ſelbſt, auch dieſe Waſſerfahrt zu leiten. Der Uhlan, welcher die Schweſter des Peter Buſch gerettet, und noch ein Bauernburſch, welcher von Nienkop auf einem Ackergaule durchgeſchwommen, ſchloſ⸗ ſen ſich an die Drei, und nach dem Mittagsbrod ließen ſie wiederum an einer tiefen Stelle den Kahn in das Waſſer, verſahen ſich mit tüchtigen Stangen und Rudern,


