Teil eines Werkes 
11 (1843)
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beſonnen trieb ſeine Hand das kleine Boot vor ſich hin zum Ufer, und als es feſt ſtand, als er es auf den Gras⸗ hügel getragen, und das Volk ſich heran drängte, das Wunder zu ſehen, da ftürzte er in die Kniee neben der Wiege, und betete heimlich mit zitternden Lippen in die Wolken hinauf. Ein inniger Dankgebet war vielleicht niemals noch zu dem Himmel emporgeſtrömt. Die Frauen wollten fort mit dem Kinde; er entriß ihnen aber die Wiege mit Ungeſtün. Mein iſt es, mein allein! der höchſte Schatz, mir vom Himmel geſendet! Ihr Kind iſt es ja, Ihr Kind! ſchrie er zwiſchen die Verwunderten hinein, trug das weiße Püppchen in ſein Haus, übergab es dort der Magd, die ihm das Hausweſen regierte, und ſprang nun zurück zum Boote, das zur Abfahrt fertig gemacht, und, mit dem alten Matroſen darin, ſeiner wartete.

Zwiſchen den ſchwimmenden Trümmern, den Zäunen der Gärten und den kaum aus dem Waſſer ragenden Baumgipfeln durch ſteuerte das kühne Schifferpaar ihr kleines Fahrzeug; aber Beide kannten die Gegend genau, und der alte Seeheld war ein guter und aufmerkſamer Steuermann. Am Ufer äußerte ſich die Theilnahme auf ſehr verſchiedene Weiſe. Einige Frauen weinten den gu⸗ ten Seelen nach, einige Greiſe beteten für des braven Glückskinds Heimkehr; ein Burſch äußerte laut: dem Huſaren rappelt's im Kopfe und das Gewitter hat ihm den Verſtand verſengt, ſonſt würde er für Fremde nicht in den gewiſſen Tod gehen. Und der Zimmermann ſagte kaltblütig: Schade iſt es um mein breites, gut gezimmertes Schifflein; ſeines gleichen gab es nicht am Elbufer. Jeder iſt ſeines Glückes Schmied. An Wieder⸗