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den Jedermann ſonſt als ſo ſtill und beſonnen gekannt hatte. Dem Volke war die Veränderung ſeines Weſens ein Räthſel, Niemand wußte ja um die Leiden ſeines kranken Herzens, und Manche mochten ihn mitleidig für wahnſinnskrank halten, wie er da vom Hauſe zum Ufer, vom Ufer zur Zimmerwerkſtatt ſtürzte, mit rinnendem Schweiße auf der bleichen Stirn, und wie er Weinfla⸗ ſchen, Mäntel und Rudergeräth herbeiſchleppte. Endlich kam das Boot langſam zur Stelle; der Sturm hatte ſich ziemlich gelegt, und der Seemann drückte bei dem An⸗ ordnen Beatus Hand recht treuherzig und ſprach dazu: Ich verlaſſe Dich nicht, Du frommer Burſch!—
Da ſchwamm ein Hund an das Land, ein alter grauer Pudelhund ſchüttelte das triefende Fell, und Beatus er⸗ kennend ſprang er an ihm auf, und lief dann wimmernd zum Waſſer zurück. Allart! Biſt du es? rief der Huſar. Welche Botſchaft bringſt du? Und wohin rufſt du mich? Sieh her, wir kommen ja ſchon!— Weithin in die Flut ſtarrte zugleich ſein ſcharfes, im Kriege geübtes Auge, und er erblickte nicht fern hin auf den Spitzen einer Hecke ſchwankend eine kleine Arche, in der er mit Schrecken eine Wiege, ſeine Wiege, das letzte heimliche Geſchenk ſeiner Liebe, erkannte. Ohne Bedenken ſtürzte er ſich in das Waſſer, die Gefährten ſchrieen hinterdrein, doch das Waſſer war nicht gar tief, denn die Hecke ſtand auf ei⸗ nem feſten Damme, nur bis zu den Schultern ſpülten ihm die Wellen, und bald hatte er die kleine Arche er⸗ faßt, in welcher er mit einer Freude, deren Gleichen er nie zuvor gefühlt, einen ſchlafenden Engel erblickte, der im Gottesfrieden und geſchützt von ſeinen himmliſchen Brüdern durch die Nacht geſchwommen, und vom Sturme und Donner nicht erweckt worden war. Vorſichtig und


