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Beatus mußte von dem Marſche im heißen Sonnen⸗ brande weidlich angegriffen geweſen ſein, denn er, der ſonſt früh auf zu ſein gewohnt war, der im Kriegsfelde ſo manche Nacht auf der Beiwacht durchwacht hatte, ſchlief bis in den lichten Tag hinein, und erſchrack, als ihm die goldene Sonne ſo hoch in die erwachenden Au⸗ gen ſtrahlte, als wolle ſie den Langſchläfer ſchamroth machen. Als er hinabſtieg in das Wohnzimmer, fand er Beta allein zu Hauſe, denn der Hausherr war nach dem Frühſtück fortgegangen, um in ſeinem Baumgarten nach den jungen Baumſtämmen zu ſehen, die Pfröpflinge zu ſäubern, und die Raupenneſter von den Schwarz⸗ kirſchen ächt ſoldatiſch mit Pulver in die Luft zu ſprengen.
Mit Mühe hielt Beatus das ſcheue Mädchen zurück, da ſie auf dem Sprunge ſtand, zu ihrer Arbeit in den Gemüſegarten zu eilen, und nur das Verſprechen, ihr hernach brüderlich beizuſtehen, konnte ſie bewegen, bei dem verſpäteten Frühſtück ſeine Geſellſchafterin zu blei⸗ ben. Aber er hielt nun auch Wort, half ihr überall bei dem blanke Stallvieh, auf dem Hühnerhauſe, bei dem Verbande des ſchwarzen Pudels, der ihn zuerſt anknurrte, bald aber den Freund ausfindend ſeine Hand leckte, wie das Thier überhaupt ſchneller als der Menſch erkennt, wer ihm gewogen iſt, zuletzt im Gemüſegarten, wo er mit ihr die wohlſchmeckenden Pflanzen ſchnitt und ſäu⸗ verte und in reinliche Körbe vertheilte, worin die junge Magd ſie nach der Stadt zu Markte bringen ſollte. Wie die beiden jungen Leute bei dieſen Geſchäften mit jeder Stunde bekannter und vertrauter wurden, bedarf keiner beſondern Erwähnung; nichts einet im Leben ſo ſchnell die Gemüther wie gemeinſame Arbeit und wechſelſeitige Hülfsleiſtung, und kein rauſchender Walzer des feſtlichen


