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Aber ihr ſeid ſo triſt und ſtumm? fragte er ſtau⸗ nend weiter, als er die düſtern Geſichter der Brüder in der Nähe erkannte. So jung und rüſtig, und ſo ge⸗ ſchlagen vor der Schlacht? Schämt euch! Auf wackere Waffenthaten am nächſten Morgen!— So rufend, nahm er ein Glas, ſtieß an den nächſten Becher, und trank in langen Zügen, indeß die Brüder nur jungfräulich Be⸗ ſcheid thaten. Der Huſar hatte des Jüngſten Glas er⸗ griffen, und dieſer ſah freundlich dazu, und reichte dem Reiter dann die Hand über den Tiſch hin zum deutſchen Drucke. Bruder Konrad und Bruder Philipp, ſagte er herzlich, der Kamerad iſt uns kein Fremder; er iſt der unbekannte Freund, von dem ich erzählte, der im letzten Nachtquartier, als der betrunkene engliſche Dragoner mir recht toll zuſetzte, meine Partei nahm, den Zank auf ſich zog, und Jenen mit einem Fleiſchhiebe im Geſichte nach Hauſe ſchickte.—
Wahrlich Ihr ſeid derſelbe, entgegnete der Huſar noch freundlicher; hätte ich Euch doch faſt nicht wieder erkannt. Aber rühmet das nicht; war ja nur gutgemeinte Schul⸗ digkeit, denn ein alter Soldat kann es nicht ruhig an⸗ ſehen, wenn ſolch ein Prahlhans einem wackern Rekruten bei dem erſten Ausmarſche den Muth brechen mag, an⸗ ſtatt ihn zu wecken.— Alle wurden jetzt ſofort geſprä⸗ chiger, und keine Viertelſtunde verging, ſo ſchien es, als wären aus den drei Gebrüdern vier geworden. Der Huſar war ein freiſinniger, lebensmuthiger Burſch; er hatte Vieles geſehen und mit Nutzen durchlebt, und ſeine Erzählungen vom letzten Feldzuge in Spanien, von dem erſten Einzuge in Paris und den Herrlichkeiten dieſer Prachtſtadt wurden von den Neulingen mit geſpannter Aufmerkſamkeit angehört.


