Teil eines Werkes 
11 (1843)
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lebhaft ſich vom Seſſel erhob: Der Herzog iſt ein Wun⸗ derthäter, wenn Ihr wahr ſprecht; aber Ihr dürft den ehrenvollen Antrag nicht ausſchlagen.—

So ſoll ich abermals von hier verſtoßen werden? fragte Ewald ſchmerzlich. Und der Herzog reiſet zur Stunde!—

Gut ſo für Euch, verſetzte die Dame. Die Fahrt geht nicht weit, und wenn es Euch beliebt, könnt Ihr in einer Tagereiſe wiederum bei denen ſein, die Euch wohlwollen, deren Pforte und Herz Euch jederzeit gaſt⸗ lich geöffnet ſind, und die vielleicht mehr an Eurem Glücke arbeiten, als der jugendliche Tollkopf in ſeiner Undank⸗ barkeit verdienen möchte. Reiſet, Ewald, der Freundin beſter Wunſch wird Euch geleiten, und Nepomuk ſoll für Alles ſorgen, was Ihr des Anſtandes und der Bequem⸗ lichkeit wegen bedürfen möchtet.—

Ich bedarf nichts, antwortete der Maler empfindlich; dieſe Taſche birgt mein Malergeräth, dieſe Finger find mir getreu. Ich gehöre nicht zu den hochgeborenen Rit⸗ tern, die keinen Schritt ins Freie thun dürfen, ohne tie⸗ fer Geborene zu beläſtigen. Wanderer Meinesgleichen machen ihre Pilgerfahrt allein durch Nacht und Wet⸗ ter, und finden einſam ihr Ziel.—

Ewald! ſagte Klotilde mit einem ſtrafenden Blicke auf ihn, indem ſie näher trat und ſeine Hand nahm: Seid Ihr denn noch ein Knabe, der nicht warten mag, bis die Frucht reif ward?—

Schnell hob der Maler ſein Auge zu ihr und faßte das Ihrige ſcharf mit brennendem Blick. Klotildis! ſprach er mit verhaltener Stimme. Ich reiſe, wenn Ihr vor⸗ her Euer Verſprechen erfüllt, mir in einer Geheimſprache enthüllt, was ſchon für mich auf Euren Lippen war, als des Herzogs Trompete ertönte.—