Teil eines Werkes 
11 (1843)
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aufnehmen wie damals, als der bleiche, fieberkranke, pilgernde Wandersmann bittend auf ihre Schwelle trat, ſie ſein Lebensengel wurde, und er nur ihrer Pflege die Geſundheit, ihrem Troſtſpruche den neuen Lebensmuth verdankte?

Sorget nicht darum, antwortete Nepomuk. Ich meine faſt, der Anblick Eures Bildes, das Ihr aus dem Spie⸗ gel ſtahlet und ihr an die Wand hinget, ſei ſeitdem ihre einzige Freude geweſen.

Du ſprichſt viel, ſehr viel, entgegnete Ewald mit hörbar fliegenden Athemzügen. Doch eile die Wendelſteige hinauf und melde mich an. Den Stall für das Thier werde ich ſchon finden im Abendlicht; ich kenne ja hier Stock und Stein aus alter Zeit.

Ihr befehlt's; es wäre ſonſt wohl nicht groß nöthig mit dem Anmelden, ſprach der Alte. Zieht das warme Thier aber in den kleinen Stall rechts, links ſind ſchon vierbeinige Müßiggänger einquartirt, die in ihrem Ueber⸗ muthe dem ſanftmüthigen Langohr Schaden bringen könnten.

Der Alte ging zum Herrenhauſe; der Maler zog ſein Thier in das bezeichnete Aſyl, verwunderte ſich jedoch nicht wenig, als er in dem Herrenſtall, der vordem leer geſtanden, vier ſtattliche Rappen fand, welche bei dem grünlichen Scheine einer Hänglaterne mit lautem Schnau⸗ ben ihr Abendfutter verzehrten. Mit klopfendem Herzen ging er dann über den Hof zum Herrenhauſe, und ſtieg langſam die Wendelſteige hinan zu einem bekannten Zim⸗ mer, vor welchem ihm der alte Diener ſchon begegnete, und ohne Worte, doch mit lachendem Geſicht, ihm den erlaubten Eintritt andeutete.

In der Mitte des nicht geräumigen, aber mit größter