Teil eines Werkes 
11 (1843)
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mit thränenſchweren Augen und Geſihtszügen, in denen die troſtloſeſte Entſagung ſich ausſprach. Drei ſchwarze Roſſe, von dem Kopfgeſchirr befreit, ahmten ihren Her⸗ ren nach, und wühlten im Hofe in den ihnen vorgewor⸗ fenen, ungedroſchenen Korngarben, und zertraten mehr von der lieben Gottesgabe, als ihnen zu gute kam.

Der Angerufene, ein ſchlanker Mann im ſchlichten grauen Habit, ſtrich die braunen, vorgefallenen Locken hinter die Ohren, rückte das ſchwarze Sammetbaret von der Stirn, und ſah mit finſtern Blicken nach dem un⸗ willkommenen Störer auf. Doch dieſer fuhr vor dem Aufblick zurück, als hätte er einen Geiſt geſehen. Marie und Joſeph! Seid Ihr's oder wandelt Ihr doppelt auf Erden wie ein Verdammter? fragte er.

Rittmeiſter Roſalba Roſelli! Willkommen im herbſt⸗ lichen Nordlande! entgegnete der Graue ruhig und drehte ſich auf der Holzbank herum, dem Kriegsmanne die feine, weiße Hand hinhaltend. Alſo Freund Ewald leibhaftig! rief der Rittmeiſter, derb in des Malers Rechte ſchla⸗ gend. Nun freuet mich der ſcharfe Ritt doppelt, denn doppelte Beute hat er gebracht. Heraus, ihr Höllenhunde dort! ſchrie er in das Haus. Iſt euer Schlund ohne Boden wie der Krater des Veſuvs? Bringt die große Kanne da und zwei Becher hieher, und ſcheert euch zu den Pferden, ſattelt auf und dann hinaus auf die Wieſe vor das Dorf! Der Trompeter ſetzt ſchon an zum Allarm, denn blaue Dragoner laſſen ſich am Walde ſehen.

Er ſetzte ſich traulich zurecht, indeß ſeine Bartmän⸗ ner mit finſtern Blicken die Befehle erfüllten, warf ſeinen breiten Pallaſch auf den Tiſch, und goß aus der Kanne die Becher voll. Es iſt nur Gerſtenwein, ſprach er da⸗ zu, kein feuriger Falerner; aber dieſes elende Land gibt