Teil eines Werkes 
10 (1843)
Entstehung
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Du mich? Und ein feuriger Pfuhl umſtrömte mich, und wie ſiedend Waſſer ziſchte es um mich und brannte bis auf mein Gebein. Aber Du bluteſt, Mies? ſetzte er be⸗ ſorgt hinzu und völlig wieder beſonnen.—

Nichts! antwortete Jeremias ängſilich. Hautſchram⸗ men, weiter nichts! Doch hörſt Du das Geſchrei dort unten 2 Siehſt Du die entwurzelten Bäume, die zerſtör⸗ ten Hütten des Dorfs?—

Und wo blieb das vernichtende Meteor? fiel Erich ein. Alles iſt ſtill, kein Lüftchen regt ſich; dort jenſeits der Stadt wälzen ſich die Wolken hinab. Verſchonte es die Bürger, die Freunde? Stehen die Häuſer, die Kirchen 2 Schau hinüber, Mies, Dein Auge iſt ſchärfer.—

Um Jeſu Gnade willen, ſchrie da der Bildhauer, ich zähle nur zwei Thürme. Der Thurm zum heiligen Kreuz iſt verſchwunden; und zertrümmerte Giebel, durchſichtige Sparrengerippe ſehe ich in der Gegend, wo des Thurmes Spitze ſich ſonſt erhob. Um Jeſu Gnade, fort, fort zu ihr

Nit kreideweißem Geſicht ſtürzte er den Berg hinab, von ſeinem bellenden Thiere vegleitet, und Erich konnte ihm kaum folgen, und ſeine Fragen: Zu ihr? Zu wem? Deine Schweſter wohnt ja weit davon? blieben unbeant⸗ wortet, und ſelbſt als im Dorfe des Freundes Lauf in Erſchöpfung ſich mäßigte und mancher Aufenthalt über⸗ wunden werden mußte, bekam er keine Antwort, und wußte ſich die Wahnſinnsblicke und den Angſtſchweiß auf Sutels Stirn nicht zu deuten.

Die Zerſtörung bis zur Stadt hin bot ein wirklich furchtbares Bild dar. In dem Park am Edelhofe ſah